Trading – Handel auf Finanzmärkten
Siehe: Geldanlage
Der Begriff Trading stammt aus dem Englischen und bedeutet ins Deutsche übersetzt nichts anderes als handeln. In der Geldwirtschaft wird der Begriff sehr häufig verwendet, hier werden alle Transaktionen an der Börse als Trading bezeichnet. Dabei geht es in erster Linie um den Handel mit Wertpapieren und Devisen. Zusätzlich werden Metalle, Rohstoffe und bestimmte Waren an der Börse gehandelt.
Optimierung der Liquidität
Das Prinzip des Tradings ist einfach und spiegelt somit die Marktwirtschaft in seiner ursprünglichen Form wider. Beim Trading gilt einzig und allein das Prinzip von Angebot und Nachfrage. Der Börsenhandel wird von Maklern betrieben. Die Makler führen die Geschäfte im Auftrag von ihren Kunden durch, die Geldanlagen der Kunden werden in Depots verwaltet. Die Preise für die gehandelten Wertpapiere und Waren werden amtlich in Form von Kursen festgelegt. Je höher die Nachfrage nach einem Produkt umso höher steigt der Kurs und umgekehrt.
Die klassische Form vom Trading ist der Parketthandel (Criée-Handel) an der Börse. Dieser ist durch feste Start- und Endzeiten an Werktagen geregelt. So beginnt der Parketthandel an der wichtigsten Börse in Frankfurt um 9.00Uhr, in Düsseldorf oder München ist der Trading Start bereits um 8.00Uhr. Der Parketthandel aller deutschen Börsenplätze endet einheitlich um 20.00Uhr. Alle großen Börsenplätze in Deutschland bieten neben der klassischen Form auch den Computerhandel, um sich den Anforderungen der heutigen Zeit anzupassen.
Börsen in Deutschland
In Deutschland gibt es insgesamt acht Börsen, an denen ausschließlich der Handel mit Wertpapieren durchgeführt wird. Hinzu kommen noch eine Warentermin-, eine Wertpapier- und eine Devisenbörse. Die mit Abstand wichtigste deutsche Börse ist die Wertpapierbörse mit ihrem Sitz in Frankfurt. Dort werden auch die elektronischen Trading Plattformen Eurex und Xetra betrieben.
Bereits im 16. Jahrhundert wurden Wechselbriefe und Sorten in Frankfurt gehandelt. Daraus entwickelte sich schließlich im 19. Jahrhundert der Handel mit Aktien und Wertpapieren. Heute hat sich Frankfurt mit seinem durch die Deutsche Börse AG betriebenen Handelsplatz als eines der Zentren für Geldgeschäfte jeglicher Art in Deutschland und weltweit etabliert. Damit ist Frankfurt einer der weltweit wichtigsten Handelsplätze neben New York, London oder Tokio. Es ist davon auszugehen, dass der Computerhandel in den nächsten Jahren stärker wachsen wird als der traditionelle Parketthandel, ganz verdrängen wird er ihn nicht.
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